Der Aussichts- und Fernmeldeturm im Dortmunder Westfalenpark wurde anlässlich der Bundesgartenschau im Jahre 1959 nach den Plänen des Architekten Will Schwarz realisiert. Ebenerdig waren am Fuß des Turmes vier halbkreisförmige Betonschalen angegliedert. Jede war zu einer anderen Himmelsrichtung ausgerichtet. Sie enthielten die zwei Notstromaggregate, die Heizzentrale, das Turmterrassencafe und die Kasseneingangshalle.

Schon kurz nach der Inbetriebnahme des Turmes wurde festgestellt, dass die Bundespost durch die rasante Entwicklung von Funk- und Fernsehen einen wesentlich höheren Raumbedarf hat. Auch die Turmterrassen sollten für die Besucher erweitert werden. 1963/1964 wurde die ebenerdige Gebäudeeinheit völlig umgestaltet.

In dem Ergänzungsbau nahmen die Sendeanlagen der Deutschen Post einen Großteil ein. Der Eingangsbereich für die Besucher wurde wesentlich vergrößert und das Café erhielt neue und größere Gast- und Küchenräume. Mit der Fertigstellung im Jahr 1964 hatte nun der Florianturm seine endgültige Form.

Das Flachdach weist erhebliche Undichtigkeiten auf. Die innenliegenden Rohrleitungen sowie die Grundleitungen müssen saniert werden. Die Dachflächen liegen auf unterschiedlichen Höhen. Teilbereiche des Daches erhalten eine Photovoltaikanlage.

Die Entwässerung des Flachdaches soll durch eine außenliegende Regenentwässerung umgesetzt werden. Das alte Mischsystem soll getrennt werden bis zum Hauptschacht, so dass eine später Regenwassernutzung für den Park realisiert werden kann. Im Dachbereich C benötigen die Betonrippen eine umfassende Betonsanierung.

Die Entwurfsplanung hat bereits die denkmalrechtliche Erlaubnis sowie die Zustimmung der Inhaberin der Urheberrechte. Die Fertigstellung der rund 1,6 Mio. Euro teuren Sanierung ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen.