EINE UNGEWÖHNLICHE AUFGABE

Die Sanierung des in die Jahre gekommenen Thermenschutzbaus ist selbst für uns als erfahrene Experten eine ungewöhnliche Aufgabe. Das Gebäude wurde im Zuge der Erweiterung des Archäologischen Parks als Schutzüberdachung, zur Sicherung der historischen Überreste einer römischen Therme – vom wohl bundesweit renommiertesten Tragwerksplaner  Prof. Dr. Stefan Polónyi – geplant. Insgesamt wurde mit den Stahl-Glas-Konstruktionen das Volumen der römischen Therme nachempfunden und dem Besucher erlebbar gestaltet. Der Thermenschutzbau wurde im Jahr 1999 fertiggestellt und steht seitdem den Besucherinnen und Besuchern zur Besichtigung offen.

Zum Substanzerhalt des rund 2.700 qm großen Gebäudes ist eine umfangreiche Sanierung des Korrosionsschutzes, eine vollständige Erneuerung der elektrischen Anlage, inklusive der Neugestaltung von zwei Besucherterminals erforderlich. Es ist angedacht, eine bauteilbegleitende Einrüstung der Konstruktion zur Schaffung der erforderlichen Zugänglichkeit zu den Arbeitsbereichen auszuführen.

Der Schutz des Bodendenkmals hat oberste Priorität, weshalb hierzu Schutzmaßnahmen vor den Sanierungsmaßnahmen in enger Abstimmung mit den Archäologen durchgeführt werden müssen. Als Ertüchtigungsmaßnahmen gegen Tiere ist die Schließung der Fassadenöffnungen mit kleinteiligen Gittern vorgesehen.

Darüber hinaus ist eine neue Lichtarchitektur zur akzentuierten Beleuchtung der wertvollen Funde angedacht. Die Bauzeit des anspruchsvollen Vorhabens ist für das besucherarme Winterhalbjahr 2026-2027 vorgesehen, in dem der Museumsteil für das Publikum geschlossen wird.