Der Platz ist der einzige öffentliche Freiraum im Viertel und wurde maximal vergrößert. Mit der als „kleine Esplanade“ bezeichnete Verbindung zur Innenstadt wurde die historische Wegebeziehung zwischen Stadt und Bahnhof wieder hergestellt.
Quer dazu verläuft der Kulturpfad, belegt mit der alten Grauwacke, die im Zuge der Sanierung aus den Straßen geborgen und wieder eingebaut wurde. Entlang des Pfades sollen „Meilensteine“ angelegt werden, die über die Entwicklung Hildens informieren, so z.B. über die Bedeutung des Gleisanschlusses im Jahre 1874 als Voraussetzung für „den Anschluss Hildens an die aufblühenden Regionen des Rheinlandes, des Bergischen Landes und des Ruhrgebietes“ (Denkmalgutachten).
Die Neugestaltung wurde zum Anlass genommen, die Hierarchie der Verkehrsteilnehmer neu zu ordnen. Der Bahnhof liegt am Rande der Hildener Innenstadt und wird zunehmend von Fußgängern und Radfahrern frequentiert, die den Lichttunnel auch als Stadtteilverbindung in Richtung Westen benutzen. Die Angebote für Fahrradfahrer werden in Hilden konsequent ausgebaut. Demzufolge gliedert sich die Hierarchie in 1. Fußgänger/Radfahrer, 2. ÖPNV und Taxi sowie motorisiertem Individualverkehr.
Der Biergarten mit dem Amphitheater
Zwischen Bahnhof und Güterbahnhof liegen die Außenanlagen der Gastronomie und der grüne Fahrradparker. Die großzügige Biergartenfläche gliedert sich in mehrere Ebenen und wird bestimmt durch das kleine Amphitheater. Hier finden in den Sommermonaten regelmäßig Jazzkonzerte statt, so dass die Stufenanlagen als Tribüne genutzt werden.
Lichtkonzept Vorplatz
Ein weiteres, wichtiges Gestaltungselement ist die Stammbeleuchtung der Platanen. Im Bereich der Stämme werden jeweils drei energiesparende Strahler im Boden eingelassen. So entsteht bei Dunkelheit auf dem Platz eine starke räumliche, d.h. dreidimensionale Wirkung, da die angeleuchteten Kronen nun die Wirkung eines Baumdaches entfalten. In den späten Abendstunden wird die Beleuchtung ausgeschaltet.
Barrierefreiheit
Hilden war die erste Stadt in NRW, die mit ihrem Behindertenbeirat eine Zielvereinbarung mit konkreten Maßnahmen abschloss, um die öffentlichen Bereiche der Stadt behindertengerecht und wo möglich, barrierefrei umzugestalten. Dem entsprechend sind auch die Straßen und Gehwege des Vorplatzes nach den neuesten Erkenntnissen ausgestattet.
Neugestaltung des Vorplatzes im Rahmen des Gesamtprojektes "Stadteingang Bahnhof Hilden"
Fertigstellung: 2010
Größe Vorplatz: ca. 4.850qm
Bauherr: Stadt Hilden
Auszeichnung vorbildlicher Bauten des Landes Nordrhein-Westfalen 2010
Auszeichnung guter Bauten des Bund deutscher Architekten (BDA) 2010
Nominierung für den Architekturpreis Nordrhein-Westfalen des BDA 2011
Nominierung für den Heinze Architekten Award 2011
Jurybegründung zur "Auszeichnung vorbildlicher Bauten in NRW" auf aknw.de
Jurybegründung zur "Auszeichnung guter Bauten" des BDA auf bda-nrw.de
Interview in der Rheinischen Post
Rheinische Post: "Eine Esplanade in die Stadt"