FAKTEN

Umbau eines bestehenden Reihenhauses in Hilden

Fertigstellung 2001
ca. 235qm  BGF
Bauherr: Privat

MEHRGENERATIONENWOHNEN

Bei dem Wohnhausumbau sollten aus familiären Gründen die Voraussetzungen für das Wohnen mit drei Generationen unter einem Dach geschaffen werden. Das 1973 errichtete Gebäude wurde entkernt und nach den Bedürfnissen seiner Bewohner komplett umgebaut und saniert.

 

Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung dieses Wohnmodells ist die Schaffung persönlicher Rückzugsbereiche, die den Bewohnern einen ungestörten Aufenthalt ermöglichen. Neben den individuellen Aufenthaltsräumen gehören hierzu ganz wesentlich die Schaffung von persönlichen Bädern, die jeweils den Nutzungsbereichen unmittelbar zugeordnet sind.

 

Sie ermöglichen das Beibehalten der individuellen Gewohnheiten, ohne den anderen damit zu stören oder zu belästigen.

Auch die gemeinschaftlichen Flächen gliedern sich in einen kommunikativen Teil mit dem zentralen Esstisch und dem offenen Kamin, sowie dem etwas abseits gelegenen "Family-Room". Hierin kann man sich zurückziehen zum fernsehen, lesen oder unterhalten.


Die neu geschaffene, dreigeschossige Treppenanlage ist der markante Mittelpunkt des Hauses. Ihre Kompaktheit war Voraussetzung für die Gewinnung der notwendigen Flächen.

 

Das Raumkonzept wurde so angelegt, daß alle Wohnbereiche sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen miteinander verknüpft sind.

 

 

 Dieses Konzept wird durch die Lichtführung von oben und von den Seiten sowie durch die Gestaltung der Treppe unterstützt: die Treppenanlage verbindet die Geschosse fließend miteinander, windet sich zum Licht und setzt auf diese Art die Entwurfsidee unmittelbar um.


Die Treppe ist als reine Holzkonstruktion konzipiert: die aufgesattelten, bündigen Tritt- und Setzstufen bestehen aus massivem Ahorn, die Holme sind weiss beschichtet.

 

Die Stufen laufen um eine tragende Stele, die am oberen Ende abknickt und in der Wand verankert ist.