FAKTEN

Revitalisierung einer denkmalgeschützten Stadtvilla

Fertigstellung: 2016
Nutzfläche ca. 486 qm
Bauherr: privat

 

AUSZEICHNUNGEN

Preisträger der »Auszeichnung vorbildlicher Arbeitsorte in der Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen 2016«

 

 

MEDIEN

»Hildener Architekt erhält Landespreis«
Rheinische Post vom 23.12.2016

 

»NRW´s beste Häuser«
Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 21.12.2016

 

»Vorbildliche Arbeitsorte in der Stadt«
Bundeswirtschaftsportal vom 20.12.2016

 

»Vorbildliche Arbeitsorte in der Stadt«
Architektenkammer NRW vom 20.12.2016

 

»Competitionline« vom 10.11.2017

 

Deutsches Architektenblatt 02/2017

 

»stadtbaukultur-nrw.de« vom 08.02.2017

USED-LOOK

Die alte Stadtvilla, die im Jahre 1900 für einen Fabrikanten errichtet wurde, stand lange leer und befand sich in einem schlechten Zustand. Das Gestaltungskonzept bei der Sanierung bestand darin, Zeitspuren freizulegen und das Alte, Gebrauchte und Abgenutzte sichtbar zu belassen.

 

Die denkmalgeschützte Fassade sollte nicht schick und einfach nur angemalt erscheinen, sondern durch die Patina ihr würdevolles Alter zeigen. Dabei wurden verschiedene Strategien verfolgt. Die Stuckelemente wurden mit einem gewachsten Kalkputz versehen, in dem dunklere Pigmente beigemischt wurden.

 

Diese Farbgebung und die speckige Oberfläche erzeugen den edlen used-look Effekt. Die Fassade selber erhielt einen einfachen Streichputz, der mit zwei abgestuften  Blaugrautönen mittels Nass in Nass-Technik gestrichen wurde. Durch diese nicht deckende Oberfläche entsteht ein lasierender Effekt, der der Fläche Tiefe verleiht.

 

 

Ein weiteres Merkmal der Fassade sind die Fenstergitter und das originale Geländer des Balkons. Diese wurden lediglich gereinigt und die Rostoberfläche belassen. Neu hinzugefügt werden musste die Treppenanlage des Eingangs. Bei dem aus einer Corten-Stahlplatte herausgelaserten Muster des Geländers handelt es sich um das Negativ des Ornamentgitters des Balkons.

 

Auf diese Weise wird das Alte, das Originale in die Jetztzeit transformiert. Gleichzeitig verweist das sichtbar neu hinzugefügte aber auch auf die vergangenen Epochen.

 

Auch im Innern setzt sich das Prinzip des Freilegens fort. Die Stuckdecken wurden abgebeizt, also von den alten Farbschichten befreit, so dass nun wieder die Feinheit der Ornamentik sichtbar wurde. Gerade das unfertige der Oberflächen üben einen besonderen Reiz aus.

 

 

Im Haus wurden seinerzeit viele Stufen und Fensterbänke mit sogenanntem Belgisch-Blaustein, einem schwarzgrauen Granit, belegt. Diese Material ist auch bei den Gestaltung der WC´s verwendet worden, im Damen-WC in geflammter Oberfläche und im Herren-WC in geschliffener Optik.