FAKTEN

Revitalisierung der denkmalgeschützten Gottschalks Mühle in Hilden
Fertigstellung: 2012
BGF: ca. 2.860 qm
Bauherr: Friedrich Schmidt GmbH & Co.KG

AUSZEICHNUNGEN

Auszeichnung guter Bauten des
Bund Deutscher Architekten (BDA) 2014,
Auszeichnung


Rheinischer Preis für Denkmalpflege des Landes NRW 2012, Anerkennung 


Deutscher Fassadenpreis 2012, Finalist

 

MEDIEN
Cube-Magazin 01/2013
"Vom Mehlkontor zum Erlebnisort"

DAS BERGISCHE MEHLKONTOR

Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble der Gottschalks Mühle liegt - städtebaulich in exponierter Lage - unmittelbar am Rand der Hildener Innenstadt.

 

Als wir die Mühle im Jahr 2005 zum ersten Mal betraten, schien es, als wäre die Zeit stehengeblieben.

 

Obwohl der Mühlenbetrieb bereits im Jahr 1995 eingestellt wurde, befanden sich die Einbauten und Maschinen in einem guten Zustand; so etwa die Elevatoren, der Paternoster, die Rutschen, Waagen, Walzstühle, Getreidereiniger und vieles mehr.

 

Die Gebäudesubstanz selber befand sich allerdings, aufgrund des langen Leerstands, in einem sehr schlechten Zustand, und machte umfangreiche Maßnahmen erforderlich.

Bei der anstehenden Revitalisierung war ein wesentliches Ziel, möglichst viel der historischen Substanz zu erhalten.

 

Dabei ging es jedoch nicht um eine historisierende Rekonstruktion, vielmehr sollte "das Alte", als Zeitspuren, in einen neuen Kontext gestellt werden. 

 

So wurden z.B. die, vom jahrzehntelangen Betrieb ausgeschliffenen Hölzer der Kornrutschen auseinandergebaut, um dieses Holz für die Füllung der neuen Eingangstür zu verwenden.

 

Oder auch die rostenden Kornsiebe, die nun als Absturzsicherungen dienen.

 

Das Ensemble Gottschalks Mühle, welche urkundlich erstmals 1347 erwähnt wurde, gliedert sich in mehrere Häuser.

Den östlich gelegenen Wohnhäusern mit insgesamt fünf Einheiten, dem schiefergedecktem Mittelteil mit Büro- und Gewerbeflächen, dem westlich gelegenen Silo als neuer Veranstaltungsraum sowie dem sog. "Kubus" mit weiteren Büroflächen.

 

Neben dem neuen Aufbau mit der markanten Holzlamellen-Fassade, ist der Treppenturm die einzige neue bauliche Ergänzung.

 

Die Mühle verfügte über keine richtige Erschließung, die eine sinnvolle Aufteilung der Geschosse ermöglichte.

 

Aus diesem Grund wurde zwischen den Wohnhäusern und Mittelteil ein neues Treppenhaus mit Aufzug und barrierefreier Erschließung eingebaut.