Der Stadteingang Bahnhof Hilden ist als vorbildliches Bauwerk des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden
Nur alle fünf Jahre werden die vorbildlichsten Bauwerke des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. In dem von der Landesregierung und der Architektenkammer ausgelobtem Verfahren erhielt das Projekt Stadteingang Bahnhof Hilden eine Auszeichnung.
Mit dem Preis werden Gebäude prämiert, die in ästhetischer, technischer, sozialer oder städtebaulicher Hinsicht als richtungsweisend für die kommenden Jahre gelten.
Aus der Laudatio:
Das Projekt überzeugt durch seine konsequente stadtgestalterische Position, durch die Revitalisierung des nicht mehr betrieblich genutzten Bahnhofs einen neuen, lebendigen öffentlichen Ort zu schaffen.
Die denkmalgerechte Sanierung des Empfangsgebäudes thematisiert gekonnt die Historie des Ortes und betont die Rolle des Gebäudes als Raumkante des städtischen Platzes. Die zeitgemäße, reich detaillierte Neugestaltung der Innenräume mit Akzentuierung der alten Substanz schafft funktional hochwertige Räume für Gastronomie-, Büro- und Gemeinschaftsnutzung.
Der „Lichttunnel“ stellt mit seiner changierenden Wandhinterleuchtung eine beispielhaft gelungene Aufwertung des zuvor als Angstraum empfundenen Gleiszugangs dar.
Die freiraumplanerischen Elemente sowie der Erhalt des dominanten Baumbestandes betonen die stadträumliche Bedeutung des Vorplatzes und weisen eine alltagstaugliche Wegeführung von hoher Gestaltqualität auf. Die Außenbereiche der Gastronomie sind qualitätvoll gestaltet und ermöglichen vielfältige öffentliche Nutzungen.
Nach Jahren des Verfalls im Besitz der Voreigentümer wurde das Objekt 2006 durch die Stadt Hilden erworben und umfassend saniert. Dieses Engagement der Stadt hat Vorbildcharakter. Die vielfältigen Qualitäten und Nutzungsoptionen des Objekts rechtfertigen die gehobenen Baukosten.
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